Unsere Bienenwelt
In unserer Imkerei halten wir die Honigbienenrasse Apis mellifera carnica, besser bekannt als Carnica-Biene. Sie gilt als besonders sanftmütig, ruhig und angenehm in der Bearbeitung.
Diese Eigenschaften ermöglichen es uns, viele Arbeiten direkt am Bienenvolk oft ohne Schleier oder Handschuhe durchzuführen. Dadurch können auch Besucherinnen und Besucher die faszinierende Welt der Honigbienen aus nächster Nähe erleben.
Bei aufwendigeren Arbeiten, wie der Schwarmkontrolle oder einer vollständigen Durchsicht des Volkes, greifen wir selbstverständlich auf die notwendige Schutzausrüstung zurück. Denn ruhiges und sorgfältiges Arbeiten schafft die besten Voraussetzungen für gesunde und ausgeglichene Bienenvölker.
Honig – flüssiges Gold aus dem Bienenvolk
Auf dem Foto siehst du eine Honigwabe mit eingelagertem Honig. In dieser Wabe befindet sich ausschließlich Honig – keine Eier, Larven oder verdeckelte Brut. Im oberen Bereich haben die Bienen die gefüllten Honigzellen bereits mit einer feinen Schicht aus Bienenwachs verschlossen. Diesen Vorgang nennt man Verdeckelung.
Die Verdeckelung ist für Imkerinnen und Imker ein wichtiger Hinweis darauf, dass der Honig reif ist. Zu diesem Zeitpunkt hat er einen ausreichend niedrigen Wassergehalt – in der Regel unter 18 Prozent – und ist dadurch besonders lange haltbar.
Doch was ist Honig eigentlich?
Honig ist ein von Honigbienen hergestelltes Naturprodukt und besteht überwiegend aus verschiedenen Zuckerarten, insbesondere Fruchtzucker (Fructose) und Traubenzucker (Glucose).
Seinen Ursprung hat Honig im Blütennektar. Die Bienen sammeln den Nektar, reichern ihn mit körpereigenen Enzymen an und lagern ihn in den Waben ein. Durch wiederholtes Umlagern und die ständige Belüftung des Bienenstocks wird dem Nektar nach und nach Wasser entzogen, bis schließlich der reife Honig entsteht.
Neben den natürlichen Zuckerarten enthält Honig zahlreiche weitere wertvolle Inhaltsstoffe. Dazu gehören Enzyme, Aminosäuren, Mineralstoffe, Vitamine, Antioxidantien und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Zusammensetzung macht Honig nicht nur zu einem beliebten natürlichen Süßungsmittel, sondern auch zu einem seit Jahrhunderten geschätzten Naturprodukt.
Ein Meisterwerk der Natur
Für ein einziges Glas Honig legen die Sammelbienen gemeinsam eine beeindruckende Flugstrecke zurück und besuchen dabei unzählige Blüten. Jeder Tropfen Honig ist das Ergebnis der Arbeit eines ganzen Bienenvolkes und der faszinierenden Zusammenarbeit tausender Bienen.
Honig ist daher weit mehr als nur süß – er ist ein echtes Meisterwerk der Natur.
Hier siehst du wie unser Honig geschleudert wird.
Fehlt den Bienen dann nicht ihr Honig?
Diese Frage wird uns häufig gestellt. Tatsächlich verbrauchen die Bienen bereits einen großen Teil des gesammelten Nektars selbst. Schätzungen zufolge werden rund 70 % des eingetragenen Nektars direkt für die Versorgung des Bienenvolkes und die Aufzucht der Brut benötigt. Nur ein kleinerer Teil wird zu Honig verarbeitet und als Vorrat eingelagert.
Ein Teil dieses Honigs verbleibt dauerhaft im Brutbereich des Volkes und wird von den Bienen selbst genutzt. Der überschüssige Honig wird hingegen im Honigraum eingelagert – dem Bereich, den wir Imker ernten können.
Nach der letzten Honigernte im Sommer achten wir darauf, dass unsere Bienenvölker weiterhin über ausreichend Futtervorräte verfügen. Dafür erhalten sie eine zusätzliche Wintereinfütterung. Diese besteht je nach Betriebsweise aus einer Zuckerlösung oder einem speziellen Futtersirup, der den Bienen als Nahrung für die kalte Jahreszeit dient.
Ob die Überwinterung auf eigenem Honig oder mit zusätzlicher Winterfütterung die bessere Lösung ist, wird unter Imkern und Wissenschaftlern bis heute diskutiert. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Entscheidend ist jedoch, dass die Bienenvölker ausreichend Vorräte besitzen und gesund durch den Winter kommen.
Für uns steht das Wohl unserer Bienen an erster Stelle. Deshalb achten wir sorgfältig darauf, dass jedes Volk genügend Futterreserven hat, um die kalte Jahreszeit sicher und gesund zu überstehen.
Warum 8,50 € für ein Glas Honig ein fairer Preis sind
Immer wieder werden wir gefragt, warum regionaler Imkerhonig mehr kostet als viele Honige aus dem Supermarkt. Die Antwort liegt in der Herkunft, der Qualität und dem Aufwand, der hinter jedem einzelnen Glas steckt.
Viele günstige Honige im Handel sind Mischungen aus Honigen verschiedener Länder. Oft stammen sie aus mehreren Herkunftsländern innerhalb und außerhalb der EU und werden industriell verarbeitet sowie in großen Mengen abgefüllt.
Unser Honig hingegen stammt ausschließlich von unseren eigenen Bienenvölkern. Er wird von uns geerntet, schonend verarbeitet, von Hand abgefüllt und direkt vermarktet. So können wir die Herkunft und Qualität unseres Honigs jederzeit nachvollziehen und garantieren.
Hinter jedem Glas stehen zudem hohe Investitionen in die Imkerei sowie laufende Kosten für Beuten, Rähmchen, Wachs, Winterfutter, Gesundheitsvorsorge der Bienenvölker, Versicherungen und vieles mehr. Hinzu kommen zahlreiche Arbeitsstunden – von der Pflege der Bienenvölker über die Honigernte bis hin zum Abfüllen und Etikettieren.
Vor allem aber steckt in jedem Glas das, was man nicht berechnen kann: Leidenschaft, Verantwortung und die Wertschätzung für ein echtes Naturprodukt.
Mit dem Kauf eines Glases Honig unterstützt du nicht nur unsere Familienimkerei, sondern entscheidest dich bewusst für regionalen Honig, kurze Transportwege und eine nachhaltige Imkerei vor Ort.
Wir finden deshalb: 8,50 € für 500 g naturbelassenen Honig aus unserer Imkerei sind ein fairer Preis – für dich, für uns und für unsere Bienen.